Jahreszeiten

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Frühlingsgedicht

Alles neu macht der Mai

Alles neu macht der Mai
macht die Seele frisch und frei
Lasst das Haus, kommt hinaus,
windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein
duftend pranget Flur und Hain
Vogelsang, Hörnerklang
tönt den Wald entlang.

 

Wir durchzieh'n Saaten grün
Haine, die ergötzend blüh'n
Waldespracht - neu gemacht
nach des Winters Nacht.
Dort im Schatten an dem Quell
rieselnd munter, silberhell
klein und Groß ruht im Moos
wie im weichen Schoß.

 

Hier und dort, fort und fort
wo wir ziehen Ort für Ort
Alles freut sich der Zeit
die verjüngt, erneut
Widerschein der Schöpfung blüht
uns erneuernd im Gemüt
Alles neu, frisch und frei
Macht der holde Mai.

 

Hermann Adam von Kamp

 

Welche Blumen sind hier? Diese Blumen mag unsere Lehrerin -Frau Jabłońska.

Bartosz J.

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Der Herbst steht auf der Leiter               von Peter Hacks

 
Der Herbst steht auf der Leiter
und malt die Blätter an,
ein lustiger Waldarbeiter,
ein froher Malersmann.

Er kleckst und pinselt fleißig
auf jedes Blattgewächs,
und kommt ein frecher Zeisig,
schwupp, kriegt der auch ´nen Klecks.

Die Tanne spricht zum Herbste:
Das ist ja fürchterlich,
die anderen Bäume färbste,
Was färbste nicht mal mich?

Die Blätter flattern munter
und finden sich so schön.
Sie werden immer bunter.
Am Ende falln sie runter.
 

Matthias Claudius (1740-1815)
 
Ein Lied hinterm Ofen zu singen
 
1. Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.
 
2. Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Hasst warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
 
 
3.Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Seen krachen:
Das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
dann will er tot sich lachen.
 
4. Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
 
5.Da ist er denn bald dort, bald hier;
gut Regiment zu führen;
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.
 
Hier ist die lange Version von Mathias Claudius mit 8 Versen!

 

 

Der Januarmäusefesteislaufkrach
 
Der Januar macht nicht nur alles weiß,
der Januar macht auch aus Wasser Eis.
Sogar der Bach war zugefroren
Und alle Welt hatte rote Ohren.
           
Der Hund sprang aufs Eis
und fiel auf die Nase.
Lief jaulend nach Haus.
Das hörte der Hase.
 
Der Hase nahm Anlauf
Und schlitterte im Nu
Dreihundert Meter
Und da war die Kuh.
 
,,Das Eis ist zu dünn
und ich bin zu schwer!“,
sprach die Kuh und rief ihren Freund,
den Bär.
 
Der Bär kam gerade vom Pizzaessen
Und hatte natürlich die Schlittschuh vergessen.
Die Kuh rief:,,Wie schade,mein Brummbär,
mein Süßer!“
Und davon erwachte der Tausendfüßler.
 
,,Tausend eiskalte Füße,
das muss doch nicht sein!“
klagte der Tausend Füßler dem
Schwein.
 
Das Schwein saß am Tisch
und war grad am Schmatzen.
,,Ich hab keine Zeit,doch sag ich´s denKatzen.“
 
Die Katzen gähnten
und leckten such das Maul.
,,Zum Schlittschuhlaufen
sind wir zu faul.“
 
Das hörten die Mäuse
Und trippteln leis
bis zum Bach und schwupp
waren sie auf dem Eis.
 
Dann machten sie auf dem gefrorenen Bach
Einen Januarmäusefesteislaufkrach.
Doch niemand hat sie gesehn.
Außer euch. Laufen die da nicht wunderbar schön?