Matthias Claudius (1740-1815) Ein Lied hinterm Ofen zu singen 1. Der Winter ist ein rechter Mann, Kernfest und auf die Dauer; Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an, Und scheut nicht süß noch sauer. 2. Aus Blumen und aus Vogelsang weiß er sich nichts zu machen, Hasst warmen Drang und warmen Klang und alle warmen Sachen. | 3.Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht und Teich und Seen krachen: Das klingt ihm gut, das hasst er nicht, dann will er tot sich lachen. 4. Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus Beim Nordpol an dem Strande; Doch hat er auch ein Sommerhaus im lieben Schweizerlande. 5.Da ist er denn bald dort, bald hier; gut Regiment zu führen; und wenn er durchzieht, stehen wir und sehn ihn an und frieren. Hier ist die lange Version von Mathias Claudius mit 8 Versen! |
Der Januarmäusefesteislaufkrach
Der Januar macht nicht nur alles weiß,
der Januar macht auch aus Wasser Eis.
Sogar der Bach war zugefroren
Und alle Welt hatte rote Ohren.
Der Hund sprang aufs Eis
und fiel auf die Nase.
Lief jaulend nach Haus.
Das hörte der Hase.
Der Hase nahm Anlauf
Und schlitterte im Nu
Dreihundert Meter
Und da war die Kuh.
,,Das Eis ist zu dünn
und ich bin zu schwer!“,
sprach die Kuh und rief ihren Freund,
den Bär.
Der Bär kam gerade vom Pizzaessen
Und hatte natürlich die Schlittschuh vergessen.
Die Kuh rief:,,Wie schade,mein Brummbär,
mein Süßer!“
Und davon erwachte der Tausendfüßler.
,,Tausend eiskalte Füße,
das muss doch nicht sein!“
klagte der Tausend Füßler dem
Schwein.
Das Schwein saß am Tisch
und war grad am Schmatzen.
,,Ich hab keine Zeit,doch sag ich´s denKatzen.“
Die Katzen gähnten
und leckten such das Maul.
,,Zum Schlittschuhlaufen
sind wir zu faul.“
Das hörten die Mäuse
Und trippteln leis
bis zum Bach und schwupp
waren sie auf dem Eis.
Dann machten sie auf dem gefrorenen Bach
Einen Januarmäusefesteislaufkrach.
Doch niemand hat sie gesehn.
Außer euch. Laufen die da nicht wunderbar schön?