Istanbul Lisesi

Im Rahmen einer Bewerbung zu einem Stipendium haben türkische Schüler der zehnten Klasse einige interessante Aufsätze über ihre Begegnung mit der deutschen Kultur verfasst. Hier ein schönes Beispiel:

 

Deutsche Kultur und Ich

Deutsche und Türken haben politische Beziehungen seit langem, aber individuelle Beziehungen haben mit der Arbeitsmigration in den 60er-Jahren angefangen. Seit den 60ern denken Türken und Deutschen, welche Ähnlichkeiten oder Unterschiede die deutsche Kultur und die türkische Kultur haben.

Ich habe die deutsche Kultur, beziehungsweise die deutsche Lebensweise, kennengelernt, als ich auf das Gymnasium gekommen bin. Ich bin auch in Deutschland gewesen und habe die deutsche Lebensweise betrachtet. Ich kann sagen, dass ich Vieles in der deutschen Lebensweise gut gefunden habe, obwohl Manches mir fremd ist.

Die Deutschen sind berühmt für ihr diszipliniertes Leben. Sie befolgen Gesetze und Regeln, planen alles genau und machen das regelmäßig seit Generationen. So wird die Lebensweise eine „Tradition“. Sie erwarten verdientermaßen, dass jeder genauso macht. Das finde ich ziemlich gut, denn das Leben benötigt Ordnung und die Deutschen haben diese Ordnung.

Als ich in Deutschland war, habe ich mühelos bemerkt, dass die Nachbarschaftsbeziehungen von den Deutschen nicht so gut wie die der Türken sind. Die Deutschen scheinen zu ihren Nachbarn kühl zu sein. Obwohl sie respektvoll zueinander sind, sieht es so aus, als ob sie die Nachbarschaftssynergie nicht hätten. Das ist mir fremd, weil die Türken so aufrichtig wie möglich sind und manche Türken Unaufrichtigkeit für eine Art der Unhöflichkeit halten.

Die Familie meines Freundes in Deutschland hat an Beisetzungen, Hochzeitszeremonien und Feiern ihrer Freunde teilgenommen und das ist genau das, was Türken genau machen würden: Kummer und Glück teilen. Wie gesagt, die Deutschen behandeln einander formal, trotzdem sind sie höflich und haben die Großmut in ihren Herzen. Das ist noch ein Grund, warum ich denke, dass die deutsche Kultur mir verwandt ist.

Diese Verwandtschaft wird schwächer, wenn es zu der Esskultur kommt. Bei uns wird wie eine Zeremonie gegessen: Familienmitglieder setzen sich um den Tisch, der Älteste am Tisch wird gewartet, um mit dem Essen anzufangen, und es wird wirklich viel gegessen: Vorspeise, Suppe, Hauptgericht, Salat, Nachspeise werden gegessen und endlich Tee wird getrunken. Bei den Deutschen kann ich so etwas nicht sehen. Sie essen so schnell wie möglich und die Familienmitglieder essen nicht zusammen. Nach dem Essen wird jeder von der Lebensaufregung gefangen. Ich denke, dass das Essen eine bindende, vereinigende Kraft hat. Wenigstens weiß jeder, wenn jeder sich am Esstisch unterhält, was im Leben von den Familienmitgliedern los ist. Also ist mir die deutsche Esskultur fremd.

Beim Sprechen über die Esskultur kommt Bier zum Vorschein. Menschen haben das Vorurteil, dass die Deutschen „immer“ Bier trinken. Dieses Vorurteil ist nur „teilweise“ richtig, aber was wirklich ist, dass sie sogar zum Abendessen Bier trinken. Die Türken trinken alkoholische Getränke, und oft bei Feiern, aber sie trinken Bier keinesfalls zu einem normalen Abendessen, deshalb scheint das häufige deutsche Interesse an Bier sieht für mich fremd aus.

Wenn man unterscheiden muss, was man in einer anderen Kultur fremd oder gut findet, untersucht man unausweichlich die Unterschiede. Einer dieser Unterschiede ist die Haltung der Eltern in Familien gegenüber ihren Kindern. Die Haltung der deutschen Familien gegenüber ihren Kindern ist ein bisschen anders als die der türkischen Familien. Die Deutschen streben danach, dass ihre Kinder zu selbstsicheren, willensstarken Personen werden. Die Türken neigen oft dazu, beschützende Eltern zu sein. Das verursacht beim Kind mangelndes Selbstvertrauen. Aus diesem Grund ist die deutsche Familienhaltung ist gut und ich mag sie besser als die der Türken.

In den deutschen Familien und unter den Deutschen kann die Themen Flirt und Liebe einfacher und gemütlicher besprochen werden. Das finde ich auch gut, weil es bei uns, den Türken, nicht so eine Gemütlichkeit gibt. Für diejenigen Menschen, die über Liebe nicht einfach sprechen können, bleibt das Thema Sexualität als ein Tabu, was die Jugendlichen schlecht informiert werden lässt. Weil sich unsere Existenz und unser Dasein auf „die Bienchen und Blümchen“ und ihre Ergebnisse basieren, ist es natürlich, dieses Thema gemütlich zu besprechen. Ich bin nicht an diese Gemütlichkeit gewöhnt, aber sie finde ich gut.

Zum Schluss kann ich sagen, dass, obwohl manche Sachen mir fremd sind, ich diese Fremdheit zu überwinden versuchen muss, weil die deutsche Kultur und Lebensweise die höchstwichtige Fremdkultur sind, in denen ich mich befinde. Das Wichtigste dabei ist das, dass man versucht, die Unterschiede zu verstehen und zu respektiert. Man muss daran denken, dass keine Kultur schwer zu verstehen ist. Wenn man sich einmal mit der Kultur bekannt macht, dann kommt alles und wird man zwei Kulturen angehörend oder vielleicht Multi-Kulti.

Furkan Olgun

İstanbul Lisesi

IEL - eine Schule im Touristenzentrum

 

Am Ende des letzten Schulhalbjahres lernten die Schüler der Vorbereitungsklasse Hz D bereits seit fünf Monaten Deutsch. Um ihre Kenntnisse auszuprobieren, befragten sie Touristen im nahegelegenen Touristenzentrum Sultanahmet nach ihren Erlebnissen in Istanbul. Praktisch, so leicht Menschen mit anderen Muttersprachen aufsuchen zu können...

 



Dies sind ihre Berichte in zusammengefasster Form:

 

UNSERE REPORTAGE IN SULTANAHMET

 

Wir haben nach Sultanahmet gegangen. Erst mal können wir keine Leute gefunden. Sie waren japanisch und zürückhaltend. Später haben wir einen Schweizer Mann gefunden. Er heißt Michael und er war sehr sympatisch. Er liebt Türken und er hat gesagt: ‘Türken sind sehr freundlich und ich liebe ihre essen. Iskender ist am schönesten Essen in die Türkei. Sultanahmet,Bosphorus sind schön auch.’ Wir lieben Sie sehr weil er sehr herzlich war. Wir haben mit den drei Menschen interviewt . Sie kommen aus U.S.A, Australien und Deutschland. Sie haben etwa gleichen Satzen gesagt. Aber Australien hat sehr bedauerliche Satze gesagt. Manchmal Türken lügen. Eigentlich das war richtig für manche Männer aber ich liebe sie nicht.Sie schlechtmachen unsere Name und sie sind nicht fundamentale Türke.

 

Çağatay, Alihan und Hasan Deniz

 

 

 

 

 

Wir haben mit 10 Touristen gesprochen. Aber wir müssen Englisch sprechen,weil fast alle Touristen  nicht Deutsch können. Nur ein Ehepaar,wer kommt aus der Schweiz,kann Deutsch sprechen.Touristen sind aus England, den USA,Korea,Japan,Dänemark,der Schweiz und Syrien. Alle zehn finden die Türkei und İstanbul sehr schön.Sogar sind manche Touristen in die andere Städte der Türkei gegangen.Sie sind mit dem Flugzeug gekommen.Sie haben türkisches Gericht gegessen und es hat ihnen geschmeckt.Besonders kebap.Sie sind in die İstiklal Straße,in den Topkapı Palast,in die Blaue Moschee,in Hagia Sofia gegangen. Sie freuten sich, dass sie in die Türkei kamen.

 

 

 

 

 Aylin mit Touristen vor der Hagia Sophia

 

 

Aylin und Firdevs

 

 

 

Für unsere Umfrage haben wir mit 6 Personen gesprochen.Manche Personen konnten nicht Deutsch oder Englisch sprechen. Wir konnten mit ihnen nicht sprechen aber Frau Wolf  hat uns einmal geholfen. Sie waren aus Paris, Korea, Berlin, Frankfurt, Syrien und England.Wir haben gefragt “Warum sind Sie hier gekommen?”, “Wie finden Sie die Türkei?”, “ Welche Plätze haben Sie gesehen?”.Manche Personen sind in die Türkei gekommen, um Ihre Freunde zu besuchen, die Sehenwürdigkeiten zu sehen.Diese Personen  haben gesagt,dass sie die Türkei  schön finden.Sie mögen das Essen und die Landschaft.Das beliebste Essen ist Iskender. Diese Personen haben Istanbul, Pamukkale, Antalya, Izmir, Kapadokya und Edirne gesehen. Sie haben in Istanbul am meisten Hagia Sophia und Topkapı Palast besucht.Alle haben gesagt, dass in die Türkei wieder kommen möchten.

 

Şeyda, Ceren und Bengisu

 

 

During the Comenius-week in Istanbul, students joined a tour around Galata to take a look at various examples of street art.

They then produced their own street art while supported by a professional artist.

 

The students' work focuses on the concept EUROPE and on the relations between the participating countries.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Comenius an unserer Schule

 

 

 

 

Gegen Ende des ersten Halbjahres 2012/2013 lernen die Schüler der Vorbereitungsklasse bereits seit fünf Monaten Deutsch. Zeit ihre Kenntnisse "am lebenden Objekt" auszuprobieren. Bei einem Ausflug ins nahegelegene touristische Zentrum haben die Schüler Touristen verschiedener Länder zu ihrem Istanbulbesuch befragt.

 

 

In den ersten Monaten des Schuljahres 2011/2012 haben Schüler/innen der Lise 2 im Englischunterricht im Literaturprojekt „Joyce Carol Oates - Big Mouth and Ugly Girl - a comparative approach“ das Istanbul Lisesi mit einer amerikanischen High School verglichen und sich zudem mit dem Thema „School Shootings in the US and

Germany“ auseinandergesetzt.

Über denTürkischen Feiertag Kurban Bayramı – „Geschichte des Feiertags“ und „Wie feiern wir diesen Feiertag?“ – informieren Schüler/innen der Lise 1 im Rahmen des Deutschunterrichts. Ein weiteres Literaturprojekt wurde von Schüler/innen der Lise 2 durchgeführt, die sich im Projekt „Tschick – viele Gesichter einer Gesellschaft“ ausgehend vom Roman "Tschick" von Wolfgang Herrndorf mit der Frage beschäftigen, ob und inwiefern die türkische Gesellschaft heterogen ist und auf welche Art die Schüler mit Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Lebensweise in Berührung kommen. Die Schüler beantworten in einem Aufsatz zu diesem Thema auch die Frage, welche Vor- und Nachteile eine heterogene Gesellschaft birgt.
In Planung ist momentan eine Fotodokumentation der Foto-AG unter dem Titel „Growing up in a Megacity – Teenagers in Istanbul“.
 
 

       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Joyce Carol Oates - Big Mouth and Ugly Girl
a comparative approach

Subfolders: Growing up with terror, Life at Rocky River High
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Kleider machen Leute
Jugendliche des IL erörtern, welche Rolle Kleidung für sie spielt und nehmen Stellung zu einem im Unterricht behandelten Aufsatz.
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So ist unser Leben!
Die Klasse 9e hat interessante Umfragen zu einer Reihe Themen ihres Lebensbereiches gemacht. Jede Gruppe hat fünfzig Gleichaltrige befragt und ihre Ergebnisse in Statistiken präsentiert. Hier können die PPT-Präsentationen eingesehen werden.
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Stadtrundgänge durch Sultanahmet
Schüler der Vorbereitungsklasse Hz D führen durch Istanbul. Sie haben gerade gelernt, Richtungsangaben im Deutschen zu benutzen.
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This is Turkey
Everyone has heard of Istanbul... But what other cities are there to explore in Turkey? Here you can find out.
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Tschick - viele Gesichter einer Gesellschaft
Im Roman "Tschick" von Wolfgang Herrndorf unternehmen die beiden Jugendlichen Maik und Tschick mit einem gestohlenen Auto einen Roadtrip quer durch Deutschland. Auf ihrer Reise begegnen sie vielen unterschiedlichen Menschen, die die Vielfältigkeit von Herkünften und Lebenstilen innerhalb der deutschen Gesellschaft verdeutlichen. Dies führte zu der Frage, ob und inwiefern die türkische Gesellschaft heterogen ist und auf welche Art die Schüler mit Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Lebensweise in Berührung kommen. Die Schüler beantworten in einem Aufsatz zu diesem Thema auch die Frage, welche Vor- und Nachteile eine heterogene Gesellschaft birgt.
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